Der goldene Handschuh
Der goldene Handschuh
Heinz Strunk ist einer der produktivsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart. Zu seinem umfangreichen Werk gehört auch "Der goldene Handschuh", der sich mit dem Hamburger Serienmörder Fritz Honka befasst. Doch ist dieses Buch mehr als ein Krimi. Es ist auch ein Sittenbild der 1970er Jahre und zeigt ein Milieu, das heute in dieser Form kaum noch existiert. Die Kneipe "Der goldene Handschuh" ist nicht nur titelgebend, es ist auch der Ort im Buch, wo sich die verschiedenen Gesellschaftsschichten begegnen.
Ully Arndt hat die Buchvorlage kongenial umgesetzt und dabei viele zeitgenössische Dinge aus der Alltagskultur einfließen lassen. Und er setzt Hamburg fantastisch düster und ungemütlich in Szene, so dass die Stadt selbst zu einer Akteurin der Geschichte wird.
Der goldene Handschuh: Der Sommer der Liebe
Hamburg 1974. Fritz Honka – ein kaputter, menschlicher Trümmerhaufen – lauert in seiner Stamm-Absturzkneipe „Zum Goldenen Handschuh“ sogenannten randständigen Frauen auf, um sie in seine winzige, völlig verwahrloste Dachgeschosswohnung in Ottensen abzuschleppen. Nicht alle Frauen überleben das. Parallel dazu entspinnt sich eine Geschichte um die reiche, aber emotional verarmte Reederfamilie Dohren, die an der Elbchaussee residiert. Zwei Welten, wie sie gegensätzlicher kaum sein könnten – und doch begegnen sie sich im Goldenen Handschuh …
Ully Arndt hat Heinz Strunks gefeierten Bestsellerroman mit Kenntnis der Milieus und des historischen Kontexts als düsteren Comic-Noir adaptiert. Erweitert um persönliche Perspektiven, erweckt er das Hamburg der 1970er-Jahre in eindrucksvoller Bildsprache und atmosphärischer Dichte zum Leben: Zwischen Elendskneipe, Soziallager und Reedervilla entsteht ein Stadtporträt voller Brüche – roh, verstörend und zutiefst menschlich.
Ein vielschichtiger Auftakt einer zweiteiligen Reihe. Die Fortsetzung erscheint im Frühjahr 2027.