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Manga Zeichengrundlagen: Der Mund

Frontalansicht

Die Position des Mundes auf deiner Skizze festzulegen ist sehr einfach, sofern du immer noch deine Kreis-Hilfslinie hast.
Ein ganz normaler, geschlossener Mund liegt ziemlich genau auf der Linie unten am Kreis.
Achte darauf, dass der Mund links und rechts von der Mittellinie gleich breit ist.

Wie breit der Mund deiner Figur ist, ist dir selbst überlassen und hängt zudem von dem Charakter der Figur ab. Weibliche Mangafiguren haben meist einen etwas schmaleren Mund als männliche Mangafiguren. Eine Figur wirkt zudem wilder, je breiter der Mund gezeichnet wird.

Wenn du magst, kannst du deiner Figur noch die Ober- und Unterlippe andeuten. Das ist ganz dir überlassen. Wenn du allerdings die Lippen andeutest, mach dir bewusst, wie die vollständige Form der Lippen eigentlich ist. Die Hilfslinien im Bild zeigen dir, welche Form du beim Andeuten der Lippen bedenken musst.

Wenn man die Lippenform im Hinterkopf behält, ist es nicht schwer, mit wenigen Linien die Lippen anzudeuten. Oft wird im Manga nur die Unterlippe mit einem Strich oder Schattierung angedeutet.

Man kann aber auch zusätzlich noch die Oberlippe andeuten. Wie viel du zeigst, ist deine Entscheidung. Du könntest sogar die Oberlippe ganz schwarz ausmalen, das wirkt aber oft geschminkt. Probier einfach aus, was deiner Meinung am besten zu deinem Stil passt.

Ebenso wie beim Andeuten der Ober- und Unterlippe kannst du selbst entscheiden, welche Form der Mund deiner Figur hat. Ob es nur ein einfacher Strich ist, oder ein geschwungener Mund, ist dir überlassen und kann auch innerhalb deines Stils von Figur zu Figur unterschiedlich sein, wenn du ein wenig mehr Variation in deine Charakter-Designs bringen möchtest.

Um einen betont geschwungenen Mund zu zeichnen, beginne einfach mit einem sehr flachen V an der Mittellinie. Von dort aus ziehst du zu beiden Seiten mit einem leichten Aufwärtsschwung den Mund bis zu den Mundwinkeln.

Ein kleiner Tipp an dieser Stelle: Wenn eine Figur lächelt, ob nun mit geschlossenem oder offenem Mund, ergibt die Linie eher einen kleinen Hügel als ein Tal. Erst die Mundwinkel zeigen nach oben.

Das liegt beim geschlossenen Mund daran, dass die Unterlippe die Oberlippe beim Lächeln ein wenig nach oben schiebt. Beim geöffneten Mund liegt das daran, dass sich die Oberlippe über die Zähne nach oben schiebt.

Das mag jetzt merkwürdig klingen, sieht aber auch gezeichnet viel besser aus als ein Smiley-Mund.

Realistischer wirkt ein Mund natürlich, wenn du auch bedenkst, was sich im Mund befindet und dies darstellst. Wenn du dich selbst im Spiegel betrachtest wirst du feststellen, dass zuerst die obere Zahnreihe zu sehen ist, wenn du lächelst oder lachst. Vor allem wenn die Figur die Zähne nicht zusammenbeißt beim Lächeln oder Lachen, sieht man die untere Zahnreihe eigentlich nicht, wenn man frontal auf das Gesicht sieht.

Ein schief gezeichneter Mund muss nicht unbedingt falsch sein. Wenn die Mundwinkel in der Höhe nicht zu unterschiedlich im Gesicht liegen, kann man durchaus einige Stimmungen so besser einfangen, als wenn man sich auf die Realität versteift. Wichtig ist hier aber auf jeden Fall, dass der Mund auf beiden Seiten der Mittellinie gleich breit ist.

 

3/4-Ansicht

Auch wenn die untere Kreislinie in der 3/4-Ansicht ein wenig verrutscht ist, bietet sie dir immer noch einen guten Anhaltspunkt dafür, auf welcher Höhe der Mund deiner Figur liegen sollte.

Die Mittellinie des Kopfes ist wieder die Mittellinie des Mundes. Allerdings ist die Seite des Mundes, die auf der „hinteren“ Gesichtshälfte liegt ein wenig kürzer. Das liegt daran, dass auch der Mund durch die Perspektive in der Breite gestaucht wird, genau so wie das hintere Auge.

Wenn du Ober- und Unterlippe einzeichnen willst, aber nicht sicher bist, zeichne dir Hilfslinien. Achte auch hier darauf, dass alles hinter der Mittellinie in der Breite gestaucht wird.

So lassen sich auch Ober- und Unterlippe leicht einzeichnen. Natürlich ist auch hier wieder wichtig, dass der Teil der Striche hinter der Mittellinie kürzer ist als der vordere Teil.

Auch wenn die Figur den Mund öffnet, musst du diese Regel beachten. Bei einem lächelnden Mund wird durch die Stauchung der hintere Strich vom Mundwinkel hinunter zur Mittellinie gerade oder sogar ein wenig nach innen gebogen.

Wenn du deine Figur ein wenig realistischer zeichnen willst, füge den Innenraum des Mundes hinzu. Diesmal sieht man auch einen Teil der unteren Zahnreihe. Zeichne sie nicht ganz durch sondern nach hinten spitz zulaufend, da die Zunge hinten dicker wird und den Blick auf die Backenzähne verdeckt.

Profilansicht

Da im Profil der untere Strich des Kreises wirklich weit vom Mund entfernt liegt, zieh dir ruhig eine weitere Hilfslinie, an der du dich orientieren kannst. 

Mit ein bisschen Übung wirst du diese bald nicht mehr brauchen und kannst dich einfach am Kreis orientieren.

Der Strich für den Mund liegt auf gleicher Höhe wie die Unterseite des Kreises. Vergiss nicht, dass man aus dieser Perspektive nur eine Hälfte des Mundes sieht. Es ist ganz wichtig, dass du darauf achtest, dass in der Profilansicht das Gesicht im Grunde auf einer graden Linie liegt. Auch wenn die Nase aus dem Gesicht heraussteht, kehrt sie doch oben und unten am Ansatz immer wieder zur Mittellinie zurück. Genau so ist das auch beim Mund. Hier ist die Mittellinie wegradiert, damit man die Lippen später besser sieht. Du kannst sie aber erst einmal sicherheitshalber stehen lassen.

Die Oberlippe macht erst einen kleinen Bogen hinaus und kehrt dann nach einem Knick wieder zurück zur Mittellinie des Gesichts. Die Unterlippe ist wesentlich runder, folgt aber ansonsten in etwa der gleichen Form. Sie steht also nicht über die Oberlippe hinaus, liegt aber auch nicht viel weiter hinten. Unter der Oberlippe kommt eine kleine Mulde nach innen, ehe du den Strich wieder ein wenig hinaus zeichnest und schließlich das Kinn wieder zur Mittellinie zurückführst und damit an die Linie vom Unterkiefer anschließt.

 

 

Wenn deine Figur den Mund öffnet bewegt sich, zumindest ab einer bestimmten Größe des Öffnens, der Unterkiefer mit. Der Unterkiefer zieht sich allerdings nicht einfach nach unten sondern dreht sich vom Kiefergelenk aus, wie im Bild dargestellt. Die dadurch entstandene Öffnung kannst du mit einem nach innen gebogenen Strich verbinden. Bedenke an dieser Stelle, dass dieser Verbindungsstrich immer noch ein Teil des Mundes ist – die seitlichen Teile der Lippen und die Mundwinkel.

Im Manga kannst du den geöffneten Mund deiner Figur entweder so lassen wie oben beschrieben, oder du zeichnest den geöffneten Mund ein kleines Stück daneben. Die Form des Mundes folgt dabei den Winkeln, die du schon im Profil benutzt hast. Die vordere Linie folgt also der Linie deiner Lippen und die untere Linie zeichnest du im gleichen Winkel wie den Unterkiefer.

Auch in der Seitenansicht kann man für etwas realistischere Zeichnungen Zähne und Zunge hinzufügen. Denk daran, dass die Zähne hier vorne gerade abschließen, da die Schneidezähne vorne weitestgehend gerade sind.

 


 

 

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