Tim & Co

Tim und sein treuer Begleiter Struppi treffen in ihren zahlreichen Abenteuern viele interessante Charaktere, die schillerndsten und immer wieder auftauchenden Figuren kannst Du hier kennenlernen. 

Die beliebtesten Charaktere aus TIM UND STRUPPI

Die Serie TIM UND STRUPPI ist voller interessanter, außergewöhnlicher Charaktere. Viele tauchen nur in einer Episode auf, einige ließ Hergé immer wieder auftreten oder entwickelte sie sogar zu wichtigen Nebendarstellern. Bei der Entwicklung seiner Figuren orientierte er sich dabei fast immer an realen Vorbildern, Berühmtheiten der jeweiligen Zeit, genauso wie Personen aus dem privaten Umfeld des Autors.

Dies sind die zwölf wichtigsten und schillerndsten Charaktere aus dem TIM UND STRUPPI - Universum.

Tim und Struppi
"Sapristi!"

Tim

Ein junger, unerschrockener Mann mit hohen moralischen Ansprüchen, von unbestimmten Alter und ohne Angehörige, mit dem sich jeder identifizieren kann.

Name im französischsprachigen Original: Tintin. Im Original ist Tintin der Zuname, er wird häufig als Monsieur Tintin angesprochen, und so steht es auch auf dem Türschild seiner Wohnung. Aus diesem Grund findet sich auch in der deutschen Übersetzung bisweilen die Bezeichnung "Herr Tim". Übersetzen lässt sich der Begriff "Tintin" mit "Pustekuchen!".

Alter: Tims exaktes Alter ist nicht bekannt, er ist ein Teenager und bleibt dies auch in all seinen Abenteuern. Hergè selbst beantwortete die Frage "Wie alt ist Tim von Tim und Struppi?" so: "Für mich ist Tim nicht gealtert. Wie alt ich ihn schätze? Ich weiß nicht ... 17? Nach meiner Auffassung war er 14 oder 15, als ich ihn schuf, ein Pfadfinder, und er hat sich seither praktisch nicht geändert. Nehmen wir mal an, er ist in 40 Jahren drei bis vier Jahre älter geworden ... Gut, rechnet man das zusammen, ist 15 plus 4 gleich 19."

Beruf: Reporter

Struppi Tim und Struppi
"Hoffentlich komme ich rechtzeitig!"

Struppi

Struppi ist Tims treuer und findiger Begleiter, der mit ihm auf Abenteuerreise rund um den Globus geht und ihm dabei das ein oder andere Mal das Leben rettet. 

Name im französischsprachigen Original: Milou. Der Name geht auf Hergés erste Freundin Marie-Louise van Cutsem zurück und beflügelt die Frage, ob Struppi ein Rüde oder doch eher eine Hündin ist. Diese Frage wird im Album "Tim in Afrika" allerdings eindeutig geklärt: Struppi ist ein männlicher Hund.

Rasse: Struppi ist ein Foxterrrier, mit der untypischen Farbe schneeweiß. In der Entstehungszeit von TIM UND STRUPPI galt diese Rasse als Modehund. Foxterrier waren beliebt wegen ihres Elans, Charakters und ihrer Intelligenz - alles Eigenschaften die auch Struppi zugewiesen werden können. 

Kapitän Haddock
"Hunderttausend heulende Höllenhunde!"

Kapitän Haddock

Ein Kapitän adeliger Herkunft, aber auch Trunkenbold und Choleriker, mit einem Herzen aus Gold.

Trotz, oder vielleicht auch gerade wegen, seiner Schwäche für geistige Getränke und seines explosiven Temperaments mit dem dazugehörigen Repertoire an Kraftausdrücken ist Kapitän Haddock der beliebteste Charakter in TIM UND STRUPPI.

Name im französischsprachigen Original:  Capitaine Haddock. Haddocks voller Name wird erst im letzten Abenteuer genannt, er hört auf den klangvollen Namen Archibald. Haddock wird aus dem Englischen mit Schellfisch übersetzt, ein Indiz dafür, dass der Kapitän Brite ist. 

Erster Auftritt: Kapitän Haddock trat erstmals im Album DIE KRABBE MIT DEN GOLDENEN SCHEREN in Erscheinung. Hier lernten sich Tim und Haddock auch erstmals kennen. 

Vorbild: Als Hergé Haddock schuf, wusste er nicht, dass es im Südosten Englands eine echte Familie Haddock gab, deren Stammbaum ebenfalls zahlreiche Kapitäne und Admirale hervorgebracht hatte. Vielmehr gab Hergé zu, dass ein Gutteil von ihm selbst in Haddock steckte. Ein großer Teil erinnerte ihn auch seinen Freund und Assistenten Edgar-Pierre Jacobs, den er als ähnlich rau aber herzlich, gestikulierend und tollpatschig beschrieb. Jacobs ist in der Comic-Welt kein Unbekannter, er ist der Autor und Zeichner der erfolgreichen Comic-Serie BLAKE AND MORTIMER!

Professor Bienlein Tim und Struppi
Mehr nach Westen!

Professor Bienlein

In den TIM UND STRUPPI Alben tauchen eine ganze Reihe exzentrischer Wissenschaftler auf, doch der grotesk schwerhörige, oft geistesabwesende und doch geniale Erfinder war gekommen, um zu bleiben.

Name im französischsprachigen Original: Professor Balduin Bienlein heißt im Original Professeur Tryphon Tournesol. Tournesol ist die das französische Wort für Lackmus, den Vornamen hat er sich Hergè von einem Tischler entliehen, dem er einmal begegnete.

Erster Auftritt: Professor Bienlein taucht erstmal in Band 12 DER SCHATZ RACKHAMS DES ROTEN auf. In den folgenden Bänden spielte er mal mehr mal minder wichtige Rollen. Große Rollen sind ihm in den Mond-Abenteuern und IM FALL BIENLEIN zugeschrieben.

Vorbild: Für Professor Bienlein hatte Hergé ein konkretes Vorbild vor Augen: den Schweizer Physiker Auguste Piccard.

Schulze und Schultze Tim und Struppi
"Ich würde sogar sagen..."

Schulze und Schultze

Schulze und Schultze, oder einfach die Schul(t)zes, sind in 20 Alben von TIM UND STRUPPI mit von der Partie. Damit haben sie nach Tim und Struppi die meisten Auftritte in der Serie. Die beiden Detektive kommen in ihrer tollpatschigen, naiven, einfältigen Art jedoch in keinem Abenteuer besonders gut weg. 

Name im französischsprachigen Original: Dupond et Dupont

Vorbild: Die Schul(t)zes wirken äußerlich auf den ersten Blick wie Zwillinge, was sie im Comic allerdings nicht sind, wie man an ihren (wenn auch nur leicht) unterschiedlichen Namen erkennt. Als Vorbild für die beiden Könige des unfreiwilligen Humors dienten Hergé unter anderem sein Vater Alexis Remi und dessen eineiiger Zwillingsbruder Léon. Von ihnen stammen die charakteristischen Schnurrbärte, die Regenschirme und die Bowler-Hüte, sowie der typische Ausspruch "Ich würde sogar sagen...".

Bianca Castafiore Tim und Struppi
Eine echte Diva!

Bianca Castafiore

In allen TIM UND STRUPPI Abenteuer schafft es nur eine Frau zu einer herausragenden Rolle: Bianca Castafiore. Ihr Debüt feiert sie in Band 7, KÖNIG OTTOKARS ZEPTER. Selbst wenn die charismatische Opernsängerin keine aktive Rolle in einem der folgenden Abenteuer spielt, taucht sie doch häufig als Stimme im Radio oder in Erinnerungen auf. 

Name im französischsprachigen Original: der Name der Diva wurde aus dem Original übernommen

Vorbild: Bianca Castafiore singt, wie ihr reales Vorbild Maria Callas an der Mailänder Oper. Sah sie bei ihrem Auftritt eher matronenhaft aus,  entwickelte sich sich im Laufe der Serie immer mehr zur supereleganten. modebewussten Diva, nach Vorbild der Callas.

Tschang Tim und Struppi

Tschang

Viele Figuren aus TIM UND STRUPPI haben reale Vorbilder, von den sich Hergé inspirieren ließ. Das Vorbild Tschangs hat einen besonderen Rang, da mit ihm ein enger Freund Hergés und damit eine reale Person in dessen Werk in Erscheinung tritt: der gleichaltrige Kunststudent Tschang Tschong-Jen aus China. 

Name im französischsprachigen Original: Tchang Tchon-Jen

Bedeutung der Figur: Das Album DER BLAUE LOTUS, das 1936 erschien und in welchem Tschang das erste Mal auftaucht, markiert einen qualitativen Wendepunkt in Hergés Werk. Der "echte" Tschang hat sowohl beratend als auch künstlerisch an dem Album mitgewirkt. Tschang Tschong-Jen, ein von Jesuiten erzogener Christ, war 1931 zum Studium nach Brüssel gekommen, 1935 kehrte er nach Schanghai zurück. Er und Hergé verloren über 40 Jahre den Kontakt zueinander. Um 1960 erfährt Hergé, dass Tschang noch immer in China als Künstler tätig ist. Die lebhaften Erinnerungen an seinen Freund verarbeitet er in der Erzählung TIM IN TIBET.

 

Abdallah Tim und Struppi
"Du kleine Kröte ..."

Abdallah

Prinz Abdallah hat ein schier unerschöpfliches Repertoire an Streichen, Scherzen und Schabernack mit dem er gern für Unruhe sorgt. Das erste Mal im Band IM REICHE DES SCHWARZEN GOLDES etwa in der Mitte der Serie.

Name im französischsprachigen Original: Abdallah

Vorbild: Hergé war fasziniert von der arabischen Welt und schickte Tim für seine Abenteuer sehr gern in diese Region. Als optisches Vorbild für Prinz Abdallah diente ihm der junge irakische König Faisal II, der charakterliche jedoch das genaue Gegenteil von Abdallah war. Das Charakterliche Vorbild fand Hergé in seinem eigenen Werk, in den beiden Lausbuben STUPS UND STEPPKE, eine Serie von Gag-Strips, die er parallel zum Beginn von TIM UND STRUPPI veröffentlichte.

Fridolin Kiesewetter Tim und Struppi
"Ich bin ein alter Witzbold!"

Fridolin Kiesewetter

Ein Versicherungsmakler, der in gut einem dutzend TIM UND STRUPPI  Abenteuer auftritt und mit seiner penetranten, selbstgefälligen, eitlen Art allen Protagonisten auf die Nerven geht.

Name im französischsprachigen Original: Séraphin Lampion. "Lampion", zu Deutsch "Lampe" deutet bereits daraufhin, dass es sich bei Fridolin Kiesewetter um keine "große Leuchte" handelt. 

Vorbild: Anders als bei vielen Figuren hatte Hergé bei der Darstellung des nervigen Versicherungsmaklers nicht nur ein bis zwei reale Figuren vor Augen, sondern gleich einen ganzen Typus von Menschen, die ihm in Brüssel seiner Zeit häufig unterkamen und die er als eitel und selbstgefällig beschrieb und die er in ihrer "Gewöhnlichkeit" nicht ausstehen konnte.

General Alcazar
"Caramba!"

General Alcazar

General Alcazar, der Dauerrevolutionär mit dem ewigen Drei- oder eher Fünf-Tage-Bart, ist ein alter und nicht immer angenehmer Bekannter von Tim, der ihm bereits in Band 5 DER ARUMBAYA-FETISCH erstmals begegnet.

AlcName im französischsprachigen Original: Le Général Alcazar. Das spanische Wort "alcázar" ist aus dem arabischen entlehnt und bedeutet "Festung".

Vorbild: Für die Rolle des Diktators einer fiktiven Bananenrepublik recherchierte Hergé verschiedene Revolutionäre und Staatsstreiche. Inspiration holte er sich bei Che Guevara, Fidel Castro, General Juan Domingo Perón, General Augusto Pinochet und einigen anderen. Damit vermittelt auch dieser Charakter und die dazugehörigen Geschichten spannende Eindrücke über die Entstehungszeit der jeweiligen Alben.

Dr. Müller Tim und Struppi
"Die Personifizierung des Bösen"

Dr. J.W. Müller

Gewalttätig, skrupellos, umtriebig und gefährlich - eine wahre Personifizierung des Bösen. Dr. Müller ist einer von Tims erbittertsten Gegner. Seinen ersten Auftritt hat er in Band 6, DIE SCHWARZE INSEL.

Name im französischsprachigen Original: Le Docteur Müller

Vorbild: Einige Indizien und nicht zuletzt der typische Nachname sprechen dafür, dass Dr. Müller Deutscher ist und der Nazi-Doppelagent Georg Bell als Inpiration diente. 

Rastapopoulos Tim und Struppi
"Diavolo!"

Roberto Rastapopoulos

Der zweite große Gegner von Tim. Ein Geschäftsmann und Gauner, so uneingeschränkt böse wie eitel.

Name im französischsprachigen Original: Roberto Rastapopoulos

Vorbild: Anfangs hatte Hergé kein reales Vorbild für den Schurken, ein Freund hatte sich den Namen ausgedacht. Nach der Verhaftung Rastapopoulos in DER BLAUE LOTUS dauert es 22 Jahre bis der Charakter wieder in einem TIM UND STRUPPI Album auftaucht. Für KOHLE AN BORD ließ sich Hergé vom griechischen Milliardär Onassis inspirieren. Hier ist Rastapopoulos wie das reale Vorbild von prominenten Gästen umgeben. War er anfangs noch in der Filmindustrie tätig, tritt er in späteren Bänden als Lobbyist, Drogenschmuggler und Chef einer Geheimorganisation in Erscheinung.

Tim und Co
Diese und noch viele weitere spannende Infos findest Du in:

Tim & Co.

Der führende britische TIM UND STRUPPI-Experte und Journalist Michael Farr präsentiert seine Auswahl der zwölf wichtigsten und schillerndsten Figuren aus TIM UND STRUPPI. In TIM & CO. enthüllt er ihre Ursprünge, ihre Charaktereigenschaften und ihre anhaltende Attraktivität. Üppig illustriert und kompetent geschrieben, nähert sich Michael Farr den Ensemble von TIM UND STRUPPI, den Figuren die Millionen Leser auf der ganzen Welt kennen und lieben. Ein guter Grund, noch einmal alle Abenteuer von Tim und seinen Freunden zu lesen!

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