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Lucy Christopher
© Rolf Marriott

Lucy Christopher

Lucy Christopher wurde 1981 in Wales geboren und wuchs in Australien auf. Bis zum Hauptstudium lebte sie in Melbourne. Nachdem sie sich als Schauspielerin, Kellnerin und Wanderführerin versucht hatte, zog sie nach England und machte ihren Magister in Kreativem Schreiben.

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Über Lucy Christopher

Lucy Christopher wurde 1981 in Wales geboren und wuchs in Australien auf. Bis zum Hauptstudium lebte sie in Melbourne. Nachdem sie sich als Schauspielerin, Kellnerin und Wanderführerin versucht hatte, zog sie nach England und machte ihren Magister in Kreativem Schreiben. Heute unterrichtet sie an der Bath Spa University. Ihr Debüt "Ich wünschte, ich könnte dich hassen" wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Weitere Informationen unter: www.lucychristopher.com

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Interview

Frage:

„Ich wünschte, ich könnte dich hassen“ ist ein zutiefst aufwühlender, irritierender Roman. Sie haben das Thema Entführung extrem und provokant inszeniert. Was hat Sie daran gereizt?

Lucy Christopher
Lucy Christopher:

Technisch gesehen wollte ich einen Roman schreiben, den ich selbst spannend finde und der action-orientiert ist. Alles, was ich vorher ausprobiert hatte, war akribisch geplant und recherchiert – jetzt wollte ich etwas schreiben, das mich packt und beunruhigt, während ich daran arbeite. Und der einzige Weg war, etwas zu thematisieren, dass mir selbst Angst macht: Entführung und psychischer Missbrauch. Beim Schreiben habe ich meine Figuren richtig kennengelernt und dadurch änderten sich plötzlich Handlung und Dramaturgie. Das war unglaublich aufregend. Zudem wollte ich Mädchen und junge Frauen auffordern, sich mit bestimmten Dingen auseinanderzusetzen. Eigentlich kann man jede Beziehung als eine Art Entführung betrachten – eine Übernahme des anderen und die Selbstaufgabe der eigenen Person. Auch wenn man die meisten Beziehungen natürlich freiwillig eingeht. Mich hat interessiert, wie es sich anfühlt, in einer anders gearteten Beziehung zu stecken, einer Beziehung, in die sich eine junge Frau nicht aus freiem Willen begeben hat. Ich wollte über die Auswirkung eines sanften psychischen Missbrauchs in einer Extremsituation schreiben. Und über die Verführung durch einen scheinbar starken, aber neurotischen Mann … und wie der Ort und die Isolation diese Versuchung beeinflussen können. Wenn man das Buch aufmerksam liest und darüber nachdenkt, was ich natürlich hoffe, geht es um eine extreme Form von Dominanz und Kontrolle. Damit fordere ich Mädchen und junge Frauen auf, über ihre eigenen Beziehungen nachzudenken. Gerade wenn man jung ist und von all diesen wunderbaren Teenagerhormonen gesteuert wird, besteht die Gefahr in eine ungesunde Partnerschaft reinzuschlittern. Die Verführung durch den gefährlichen Mann ist bedeutsam und spiegelt sich in der Literatur wider (Heathcliff, Edward Cullen). Vielleicht glauben wir, dass wir diese Männer retten können, vielleicht sind wir aber auch einfach nur blind, wenn es um eine kontrollierende Beziehung geht. Ich möchte, dass Mädchen und junge Frauen darüber nachdenken. Wo sind die Grenzen zwischen Liebe, Kontrolle und Obsession? Und wie finden wir die Stärke und die Ehrlichkeit uns selbst gegenüber, uns von dieser falsch verstandenen Liebe, der Dominanz und letztlich dem Partner zu trennen?

Frage:

Ty ist kein durch und durch schlechter Mensch – eigentlich ist es ja sogar so, dass die Leserinnen ihn vielmehr lieben als hassen können. Was wollten Sie damit erreichen?

Lucy Christopher
Lucy Christopher:

O ja, wir verlieben uns in Ty und gleichzeitig hassen wir ihn auch. Wir haben ein ambivalentes Verhältnis zu Ty. Und genau das war meine Intention. Ich wollte, dass die Leserinnen Ty ähnlich erleben und wahrnehmen wie Gemma. Ty stößt sie ab und zieht sie an und Gemma ist verwirrt darüber und weiß nicht, wie sie sich verhalten soll. Sie ist wie besessen von ihm, will ihn nicht loslassen und weiß doch, dass sie es tun muss. Ihr Herz kämpft mit ihrem Kopf. Aus zwei Gründen wollte ich, dass die Leserinnen genau das miterleben und fühlen. Gefühle für die „falsche“ Person zu empfinden, passiert sehr viel häufiger als man denkt und das ist kein Verbrechen. Das macht Gefühle ja aus, sie bestimmen dich wirklich. Gemma muss all ihre Stärke und ihre Vernunft aufbringen, um sich von Ty zu distanzieren. Es ist ein Prozess bis man realisiert hat, dass man sich von jemandem angezogen fühlt, der einem nicht gut tut, und erkennt, dass man die Kraft aufbringen muss, sich aus dieser ungesunden Beziehung zu befreien. Und ich glaube, dass sich junge Frauen damit auseinandersetzen sollten. Ich wollte die Leser aber auch dazu bringen, genauer über die eigenen Vorstellungen von „Richtig“ und „Falsch“ nachzudenken. Natürlich ist es nicht in Ordnung, dass Ty Gemma entführt, aber wenn man seinen schwierigen Background berücksichtigt und mehr über seine Vorstellung, ein naturnahes Leben zu führen, erfährt, wird es plötzlich schwierig, ihn grundsätzlich zu verurteilen. Es geht um die Komplexität von Menschsein und die Komplexität von Liebe.

Frage:

Ihr Schreiben ist so unglaublich stark, kraftvoll und leidenschaftlich. Das gilt auch für Ihre Figuren. Alles oder nichts – ist das Ihr persönliches Credo?

Lucy Christopher
Lucy Christopher:

Eine wirklich interessante Frage! Ich glaube, ich würde mich gerne stark, kraftvoll und leidenschaftlich sehen und wenn ich eine Comicfigur wäre, dann eine von diesen super Manga-Mädchen mit stacheligem pinkfarbenen Haar, aber in Wirklichkeit bin ich wahrscheinlich sehr viel harmloser – zumindest äußerlich; Und obwohl ich seit ein paar Jahren Karate mache, kann man mich nicht gerade als toughes Mädchen bezeichnen. Ich lehne mich lieber zurück und beobachte – im Gegensatz zu meinen Figuren, aber Figuren, die sich zurücklehnen und beobachten sind nicht gerade die interessantesten, über die man schreiben kann. Deshalb vermute ich, dass ich meine starke, kraftvolle und leidenschaftliche Seite durch meine Figuren auslebe. Im Innern bin ich, glaube ich, aber trotzdem ziemlich stark und leidenschaftlich. Ich erinnere mich, dass mir mal jemand ins High-School-Jahrbuch geschrieben hat, dass ich die ruhigste und entschlossenste Person des ganzen Jahrgangs wäre. Das hat mich damals total überrascht, aber heute kann ich erkennen, dass es stimmt. Wenn ich etwas wirklich tun will, dann stürz ich mich rein und gebe alles, bis es getan ist. Aber ich mache die Dinge ruhig und stetig, bis ich dann mein Ziel erreicht habe. Ich glaube, dass Bücher schreiben deshalb der perfekte Job für mich ist – denn er lässt mich stark, kraftvoll und leidenschaftlich sein, aber auf eine ruhige und kontinuierliche Weise.

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