Nach oben
Lieferung innerhalb von 3-5 Werktagen
Gratis-Versand ab 5,01 €
Vorbestellung möglich
Master Card
VISA
EC-Karte
Sofortüberweisung
PayPal
Emily Diamand
© privat

Emily Diamand

Geschichten schlummerten schon immer in Emily Diamand. Das Schreiben hat sich die engagierte Umweltschützerin aber lange nicht zugetraut - bis sie 2008 mit dem ersten Band der Flutland-Trilogie Siegerin des Times-Chicken House-Schreibwettbewerbs für Debütautoren wurde.

Weiterlesen
Teilen

Über Emily Diamand

Geschichten schlummerten schon immer in Emily Diamand. Das Schreiben hat sich die engagierte Umweltschützerin aber lange nicht zugetraut - bis sie 2008 mit dem ersten Band der Flutland-Trilogie Siegerin des Times-Chicken House-Schreibwettbewerbs für Debütautoren wurde. Mit ihrem Partner und ihrem Sohn lebt Emily Diamand in Harrogate, Yorkshire.

Weitere Produkte von Emily Diamand

    • Lieferbar
      10.99 €inkl. MwSt.
      Lieferbar
      10.99 €inkl. MwSt.
    • Lieferbar
      10.99 €inkl. MwSt.
      Lieferbar
      10.99 €inkl. MwSt.
    • Lieferbar
      12.99 €inkl. MwSt.
      Lieferbar
      12.99 €inkl. MwSt.
    • Lieferbar
      12.99 €inkl. MwSt.
      Lieferbar
      12.99 €inkl. MwSt.

Special

Interview mit Emily Diamand

Interview: Emily Diamand

Interview

Frage:

Es scheint geradezu märchenhaft, wenn eine Debütautorin so eine Erfolgsgeschichte erlebt wie Sie. Wie war das „damals“, als Sie sich am Times-Chicken House-Schreibwettbewerb beteiligt haben? Haben Sie erst nach der Ausschreibung begonnen, FLUTLAND zu schreiben? Lag es schon als fertiges Manuskript in Ihrer Schublade? War die Ausschreibung ein Anlass, etwas in Angriff zu nehmen, was Sie schon immer mal tun wollten?

Emily Diamand
Emily Diamand:

Ich fühlte mich wirklich wie im Traum, als ich den Wettbewerb gewann, ich konnte einfach nicht glauben, dass das wirklich mir passierte! In der Zwischenzeit habe ich mich daran gewöhnt, und obwohl es sich noch immer wundervoll anfühlt, meine Geschichte als Buch in den Händen zu halten, bin ich nicht mehr erstaunt, wenn ich ein Exemplar sehe. Die größte Veränderung in meinem Leben ist, dass ich jetzt vom Schreiben leben kann, was einfach ein großes Vergnügen und ein echtes Privileg ist. Als der Wettbewerb begann, hatte ich FLUTLAND bereits geschrieben, wusste aber nicht, wie ich vorgehen sollte, damit der Roman veröffentlicht wird (oder ob er es überhaupt Wert war, veröffentlicht zu werden!), weil es mein erster war. Und dann erzählten mir meine Eltern von dem Wettbewerb, über den sie in der Zeitung gelesen hatten. Also nahm ich daran teil. Um ehrlich zu sein, ich glaubte nicht, dass ich jemals Rückmeldung bekäme, und dass ich tatsächlich gewinnen würde, war jenseits meiner Vorstellungskraft.

Frage:

Einen Fantasyroman mit zwei Ich-Perspektiven und einer sehr eigenen Sprache zu schreiben, ist nicht nur für eine Debütantin eine große Herausforderung. Dazu haben Sie permanent überraschende Wendungen eingebaut. Wo und wie haben Sie Ihre Sprache, Ihre Form, Ihr Handwerkszeug gefunden?

Emily Diamand
Emily Diamand:

Das Merkwürdige ist, dass Lilly ihre Stimme, ihren Ton bereits in der allerersten Zeile hatte. Ich fing mit der Geschichte an und schon war sie da, als hätte sie darauf gewartet, geschrieben zu werden. Und ähnlich war es mit Zeph und den Piraten. Anfangs hatte ich keine Ahnung, dass sie überhaupt vorkommen würden, aber plötzlich tauchten sie in der Geschichte auf, stolzierten durch die Gegend und verursachten Probleme. Später habe ich festgestellt, dass Lilly einen Dialekt aus der Region spricht, in der ich aufgewachsen bin. Sie hört sich genauso an wie die Kinder, mit denen ich auf der Schule war. Um das Schreiben richtig zu lernen, besuchte ich den Abendunterricht der örtlichen Universität, und ich kann meinen Lehrern und den anderen Studenten gar nicht genug für ihre Hilfe und die klugen Anmerkungen zu meinen ersten Fassungen danken. Ich glaube, Schreiben ist etwas, das man lernen kann wie jedes andere Handwerk, man braucht nur Übung und Praxis. Als ich mit dem Schreiben angefangen hatte, merkte ich, dass ich Bücher plötzlich anders las als vorher – ich versuchte rauszukriegen, wie der Autor seine Figuren beschreibt und die Geschichte zum Leben erweckt. Das ist etwas, was jeder tun kann. Und wie viele Autoren sagen: Der beste Start fürs Schreiben ist Lesen.

Frage:

Lilly und Zeph sind scheinbar sehr unterschiedliche Charaktere. Auf den zweiten Blick sind sie sich allerdings ähnlich. Beide sind innerlich stark, werden von anderen aber unterschätzt und nicht ernst genommen. Trotzdem gehen sie unbeirrbar ihren Weg. Tun das, wovon sie überzeugt sind. Entspricht das Ihrer eigenen Lebensphilosophie – für das einzustehen, woran man glaubt, auch wenn es unpopulär ist?

Emily Diamand
Emily Diamand:

Ich bin Umweltschützerin und hatte wohl schon immer extreme Ansichten – das zeigte sich schon, als ich anfing überall im Garten meiner Eltern Tümpel zu graben, ich konnte überhaupt nicht mehr damit aufhören. Als ich Kind war, haben sich noch nicht so viele Menschen wie heute für die Umwelt interessiert, deshalb weiß ich, was es heißt, Kind zu sein und trotzdem seine Überzeugungen zu vertreten. Ich glaube, dass Zeph und Lilly meinen unerschütterlichen Glauben an die Stärke und den Mut von Kindern verkörpern. Überall auf der Welt bewältigen Kinder schwierige und schreckliche Situationen mit unglaublichem Mut und großer Geduld. Ich glaube, sie können damit besser umgehen als Erwachsene (dabei sind es bedauerlicherweise meistens die Erwachsenen, die sie überhaupt erst in solche Situationen bringen). Also habe ich versucht Charaktere zu schaffen, die dem gerecht werden. Aber sie sollten auch real, authentisch werden – Lilly denkt meistens nicht nach, bevor sie handelt und Zeph kann sehr wütend und stolz sein. Sie haben ihre Fehler, so wie jeder Mensch.

Frage:

FLUTLAND spielt in der Zukunft, mutet nach einer Umweltkatastrophe allerdings eher mittelalterlich an. Die Menschen sind zurückgeworfen, alle sogenannten Errungenschaften der modernen Welt sind bedeutungslos geworden. Ist das für Sie ein potenzielles Szenario? Und was bleibt, was ist wichtig, wenn das Leben aufs Existenzielle reduziert ist?

Emily Diamand
Emily Diamand:

Ich hoffe wirklich, dass es so ein Szenario nicht geben wird. Ich glaube nämlich, wir haben die Mittel, den Klimawechsel zu verhindern, wenn wir es nur wirklich wollen. Wie viele Menschen mache ich mir Sorgen darüber, was auf uns zu kommt, wenn wir nicht rechtzeitig handeln, aber ich hoffe, niemand nimmt mein Zukunftsszenario zu ernst. Obwohl es auf wissenschaftlicher Basis beruht, so ist es doch Fiktion und keine Prognose. Ich persönlich hoffe, wir werden die Weitsicht haben, neue Technologien zu nutzen, wie z.B. erneuerbare Energien, und die Herausforderung, unseren Lebensstil zu verändern, sodass wir die Zukunft schützen können. Ich glaube, wenn das Leben aufs Existenzielle reduziert ist, bleibt das, was Menschen immer schon wirklich wichtig war – Familie und Freundschaft, Respekt anderen gegenüber, aber auch: sich selbst treu zu bleiben. Deshalb macht mir ein veränderter Lebensstil, den wir brauchen, um unser Klima zu schützen, überhaupt keine Angst. Die Menschen machen sich Sorgen, dass sie dann ihr Auto stehen lassen müssten, oder weniger Plastikspielzeug und elektrische Geräte haben könnten oder nicht mehr so viel fliegen dürften. Aber nichts davon macht uns wirklich glücklich. Wenn wir das alles nicht mehr hätten (wie ja sehr viele Menschen auf der Welt!), würden wir das nicht annähernd so merken, wie wir es fürchten.

Frage:

Der PSKI ist eine wunderbare Figur. Altklug, angeberisch, selbstzufrieden und hinreißend komisch. Spiegelt er womöglich Ihr eigenes Verhältnis zu Computern? Und wie wichtig ist Ihnen Humor beim Schreiben?

Emily Diamand
Emily Diamand:

Der PSKI ist all das und genau deswegen ist er meine Lieblingsfigur! Computer neigen dazu, ganz gerne mal zu schikanieren. Als ich FLUTLAND zur Hälfte geschrieben hatte, bekam ich eine Nachricht von meinem Computer. Ich sollte die Rechtschreib- und Grammatikfunktion ausschalten, weil ich viel zu viele Fehler machen würde. Ich fühlte mich total zurechtgewiesen! Es gibt eine Untersuchung, die zeigt, dass Leute regelrecht wütend auf ihre Computer werden, wenn die sie auf Fehler aufmerksam machen, weil sie das Gefühl haben, der Computer wäre sehr unhöflich!

Auszeichnungen

Pressedownloads

Im Presseportal finden Sie Bilddaten und Pressemappen, die aktuellen Vorschauen und weitere Informationen rund um die Carlsen Neuerscheinungen! Und sollten Sie darüber hinaus Fragen haben, gibt es außerdem die richtigen Ansprechpartner in der Presseabteilung.

Pressebereich

Autoren und Zeichner

    • Maria Luisa Witte

      Maria Luisa Witte

    • Bild

      Renate Kaiser

    • Bild

      Ako Shimaki

    • Bild

      Kelly Fischer