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Manga Zeichengrundlagen: Der Kopf

 

Frontalansicht

Man beginnt mit einem einfachen Kreis.

Dabei ist es nicht wichtig, ob er perfekt ist. Du brauchst den Kreis also nicht mit einem Zirkel ziehen. Er muss auch nicht aus einer einzelnen Linie bestehen. Zieh einfach so lange Kreise auf deinem Blatt, bis du ein zufriedenstellendes Ergebnis hast. Achte dabei immer darauf, nicht zu fest aufzudrücken, da dieser Kreis nur eine Hilfslinie sein wird.

Als nächstes ziehst du in der Mitte einen senkrechten  Strich, der unten ein wenig aus dem Kreis heraushängt. Wie weit genau der Strich aus dem Kreis steht, ist erst einmal nicht wichtig. Mit der Zeit wirst du ein Gefühl dafür bekommen wie lang der Strich sein muss, damit er genau am Kinn endet.

Als nächstes ziehst du eine waagerechte Linie genau auf der Mitte des Kopfes. Beachte hierbei, dass die Mitte deines gezeichneten Kopfes nicht auf der Mitte des Kreises liegt, sondern weiter unten, da das Kinn außerhalb des Kreises auf unserer senkrechten Linie liegt. (Du kannst auch den Marker für das Kinn aus dem nächsten Schritt erst machen und dann erst die waagerechte Linie ziehen, wenn du dir unsicher bist.)


Wie eben schon beschrieben setzt du nun unterhalb des Kreises einen Marker für das Kinn. Wie breit dieser Marker ist, hängt davon ab wie breit du das Kinn deiner Figur zeichnen möchtest. Das Kinn muss auch nicht unbedingt am Ende des senkrechten Striches sein. Wo du den Marker hinzeichnest, entscheidest du. Je weiter unten er ist, desto länger und je weiter oben, desto rundlicher oder breiter wird das Gesicht deiner Figur.

Im nächsten Schritt verbindest du das Kinn mit dem Kreis. Auch hier entscheidest wieder du alleine, wie geschwungen die beiden Linien sind, mit denen du das Kinn mit dem Kreis verbindest. Vermeide aber, sie ganz gerade oder gar nach innen gebogen zu zeichnen. Da der Kopf so aber noch ein wenig zu eiförmig ist, „schneidest“ du nun an den Seiten ein bisschen vom Kreis weg. Dazu ziehst du einfach zwei gerade oder leicht nach oben geöffnete Linien von den Punkten aus, an denen die beiden Linien aus dem vorherigen Schritt auf den Kreis treffen. Wenn du nun die Form sauber nachziehst, hast du einen korrekten und gleichmäßigen Kopf. Radier aber an dieser Stelle nicht alle Hilfslinien aus. Einige wirst du später noch brauchen – dazu aber mehr, wenn es an den Inhalt des Gesichts geht. Die gleiche, vereinfachte Technik kannst du ebenso anwenden, wenn du den Kopf aus einer anderen Perspektive zeichnest.

Seitenansicht

Es wird wieder mit einem Kreis begonnen. Und wieder ziehst du einen senkrechten Strich, der die Mitte des Kopfes markiert. Da du den Kopf diesmal aber von der Seite zeichnest ist der Strich natürlich auf der Seite, in die deine Figur schaut. Die waagerechte Linie zeichnest du wieder leicht versetzt nach unten ein, damit sie später auf der Mitte des Gesichts liegt. 

An dieser Stelle ziehst du einen weiteren senkrechten Strich in der Mitte des Kreises. Diesen Strich brauchst du, um festzulegen, wo sich das Ohr später befindet.


So wie bei der Frontalansicht verbindest du auch hier wieder das Kinn mit dem Kreis. Ist deine Figur männlich kannst du die Ecke, die sich dadurch unter dem Ohr bildet so hart lassen. Zeichnest du ein Mädchen solltest du die Ecke ein wenig runder zeichnen oder weglassen, damit das Gesicht weicher wirkt. Zusätzlich kannst du nun ein Oval für das Ohr auf den Punkt zeichnen, an dem sich die waagerechte und senktrechte Linie im Kreis treffen.


Wenn du nun die Form wieder sauber nachziehst, hast du eine Kopf-Grundform im Profil. Für ein richtiges Pfofil fehlen hier nun noch die Details von Nase und Mund. Darauf kommen wir zurück, wenn die jeweiligen Tutorials zu Mund und Nase abgeschlossen sind. Der anatomichen Korrektheit halber nimmst du unten am Hinterkopf ein wenig vom Kreis weg. Somit erinnert die Kopfform nun tatsächlich einem Schädel.

 

¾ Ansicht

Es wird wieder mit einem Kreis begonnnen. Inzwischen hast du sicherlich bemerkt, dass sich eigentlich jeder Kopf aus einem Kreis als Basis zeichnen lässt. Natürlich gibt es noch andere Wege einen Kopf zu zeichnen, besonders wenn man verschiedene Kopfformen erreichen will. Aber dazu in entsprechendem Tutorial mehr.

In der 3/4-Ansicht musst du schon ein wenig dreidimensionaler denken. Stell dir deinen Kreis nicht als flache Scheibe sondern als Ball vor. Die senkrechte Mittellinie, die du dieses Mal zeichnest legt sich um den Ball. Was gleich bleibt, ist die Mittellinie. Da du in dieser 3/4-Ansicht den Kopf der Figur weder nach oben noch nach unten neigst, kannst du den Strich einfach gerade zeichnen. Genau so wie die Mittellinie zeichnest du die Linie für das Ohr dreidimensional auf den Ball. Nun zeichnest du die gerade Linie für das Kinn ab der Mitte gerade herunter.


Das Ohr solltest du natürlich auch nicht vergessen. Auch hier verbindest du wieder das Kinn mit dem Kreis, bzw auf der „Ohr-Seite“ mit der Seitenlinie am Ohr. Und wieder ergibt sich beim sauberen Nachzeichnen ein ordentlicher Kopf. 

 

Na, schwirrt dir schon der Kopf? :-) 
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Alohomora!