Nach oben
Lieferung ab 1-3 Werktagen in Deutschland
Gratis-Versand ab 5,01 €
Vorbestellung möglich
Master Card
VISA
EC-Karte
Sofortüberweisung
PayPal

Manga Zeichengrundlagen: Hände

 

Frontal

Ebenso wie den Körper kannst du schwierige und komplexe Körperteile, wie zum Beispiel Hände, erst einmal als „Strichmännchen“-Hand zeichnen. Oder besser gesagt, auf ganz einfache Formen herunterbrechen. Die Handfläche ist in der Regel ein Viereck. Du kannst es aber auch als Oval zeichnen, wenn dir das leichter fällt. Die Finger kannst du erst einmal als Striche zeichnen und die Gelenke sind Kreise. Um den Daumenballen zu zeichnen, ziehe einfach ein Kreuz in das Viereck und setze ein großes Oval in die untere Ecke, auf deren Seite der Daumen sein soll. Das Oval sollte dabei ein wenig aus der Handfläche herausragen.

Beachte bei den Fingern, dass die Gelenke nicht alle auf einer geraden Linie liegen. Stattdessen beschreiben die Fingeransätze und -gelenke einen leichten Bogen, der am Mittelfinger seinen höchsten Punkt hat. Nun gibt es Menschen, bei denen ist der Ringfinger länger als der Zeigefinger, aber auch umgekehrt und bei ein paar Menschen sind beide Finger gleich lang. Wie du es am liebsten zeichnen willst, ist dir überlassen. Jede Variante ist richtig.


Es ist ganz wichtig, dass du dir immer vor Augen hältst, dass jeder Finger aus drei fast gleich großen Gliedern besteht. Auch der Daumen besteht aus drei Gliedern, wobei eines der Daumenballen ist, der sich mit dem Daumen mitbewegt.

Auf dieses etwas roboterhaft wirkende Gerüst kannst du nun deine Hand zeichnen. Bedenke, dass die Finger nicht aneinander kleben. Das heißt, dass die Lücke am Ansatz nicht spitz zuläuft. Halte einmal deine Hand hoch und spreize die Finger. Da ist ziemlich viel Platz, oder? Anders wäre es auch schwierig beim Händefalten die Finger der einen Hand zwischen die Finger der anderen Hand zu bekommen. Wenn du die Hand von oben zeichnest ziehe den Strich vom Zeigefinger ein bisschen in den Daumenansatz hinein. Da der Daumen so gesehen ein wenig unter der Hand liegt, entsteht so eine dreidimensionale Wirkung. Wenn du die Hand andersherum zeichnest, machst du es genau umgekehrt und ziehst den runden Strich vom Daumenballen ein Stück weit in die Handfläche hinein. Vergiss nicht, dass auch Mangafiguren Fingernägel haben sollten.

 

Seitlich

 

Eine Hand gerade von oben oder unten zu zeichnen ist also eigentlich gar nicht so schwer. Aber auf Dauer wäre es ja langweilig Hände nur so zu zeichnen. Wenn du eine Hand aus einem anderen Winkel zeichnen willst, musst du dir auch deine Hilfsformen dreidimensional vorstellen. Aus dem Viereck wird ein flacher Kasten (ein bisschen wie eine Zigarettenpackung). Aus den Kreisen werden Bälle und aus dem Oval wird ein Ei.

 


 

Auch die Finger kommen natürlich wieder an diese Formen. Nun kannst du schon erkennen, dass es eine Hand von der Seite werden soll. Man sieht im übrigen nie nur einen Finger und den Daumen, wenn man eine Hand von der Seite sieht. Versuch einmal deine Hand so von der Seite zu betrachten, dass du nur einen Finger und den Daumen siehst – es ist unmöglich. Du siehst entweder die Handfläche und die Unterseite der hinteren Finger oder du siehst den Handrücken bis mindestens zum Mittelfinger. Das liegt daran, dass die Hand eben doch nicht einfach ein Klotz ist. Die Fingeransätze und Fingerknöchel machen auch von vorne gesehen einen kleinen Bogen und auch hier liegt der Mittelfinger an der höchsten Stelle.

Wenn du nun um deine Fingerstriche die Fingerglieder herum zeichnest, achte darauf, dass der Ansatz des Zeigefingers nicht den Mittelfinger verdeckt. So hast du schon eine recht dreidimensionale Hand gezeichnet. Wie schon vorher kannst du nun über dein Grundgerüst die richtige Hand zeichnen. Der Daumen liegt hier vor allem anderen, daher ziehst du hier wieder mindestens eine Linie ein wenig in die Hand hinein. 

Eigentlich würde man von der Seite noch ein Stück des Mittelfingers sehen, da er länger ist, als der Zeigefinger. Da er hier aber ein wenig geknickt ist, verschwindet er hinter dem Zeigefinger. Du kannst dir für solche Situationen immer deine eigenen Hände als Beispiele heranziehen.

 

Interaktiv


Ein weiteres dreidimensionales Beispiel. Dieses Mal sind die einzelnen Teile der Hand farbig markiert. Die Handfläche ist ein grüner, viereckiger Klotz (grob genommen – nimm es nicht zu genau. Kein Körper ist wirklich exakt und schon gar nicht eckig). Wenn du dir nun einen Strich durch die Mitte ziehst, hast du es leichter die Fingerknöchel und später den Daumenballen einzuzeichnen. Hier noch einmal der Daumenballen. Da er ein eigenständiges, bewegliches Teil ist, bekommt er seine eigene Farbe. Auch hier kannst du dir den Ansatz für die restlichen beiden Daumenglieder als Kreis einzeichnen.

Wenn du nun die Finger einzeichnest, bedenke, dass sie einander teilweise verdecken. Auch am Ansatz. Da die Hand nicht flach wie ein Blatt Papier ist kann man durchaus den oberen Ansatz der Finger nicht mehr sehen, weil der untere Ansatz des Fingers davor ihn verdeckt. Hier zum Beispiel der Ansatz vom Mittelfinger und vom kleinen Finger an der Handoberfläche.

Und nun kannst du wieder um dein Grundgerüst herum zeichnen. Fange am besten mit dem Teil der Hand an, der ganz vorne liegt und arbeitest dich nach hinten. Dort wo die Hand auf das Handgelenk trifft, brauchst du natürlich die Kontur der Hand nicht durchzeichnen. Schließlich hängt das ganze zusammen. Zeichne aber ruhig den Handballen ein Stück weit nach, um der Hand auch unten ein wenig Form zu geben.

Zusätzlich kannst du unten in der Mitte des Hangelenks einen kleinen Strich ziehen. Dort liegen die Sehnen recht sichtbar und ein kleiner Strich lässt das ganze ein wenig glaubhafter aussehen.

Schließen
Logo Harry Potter - 20 Years of magic

Tritt ein in die magische Welt von Harry Potter und lass Dich verzaubern!

Alohomora!