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Buchvorstellung: Kopfgefühl und Bauchzerbrechen

Was tun, wenn das totale Gefühlschaos herrscht?

Hattet ihr das auch schon mal, dass Kopf und Bauch einfach aneinander vorbeireden? Tja, davon kann Zeyneb ein Lied singen. Sie ist jetzt eine junge Frau  – zumindest behauptet das ihr Körper. Ihre Mutter flippt fast aus vor Begeisterung, erzählt wirklich jedem davon und –  will ihr unbedingt ihr erstes Kopftuch kaufen. Doch Zeyneb ist sich noch gar nicht sicher, ob sie überhaupt ein Kopftuch tragen möchte. Gefühlschaos pur! Einerseits möchte sie ihren Eltern gefallen und ein gutes muslimisches Mädchen sein, andererseits möchte sie sich selbst treu bleiben. Was tun, um den Kopf frei zu kriegen? Richtig, diesen einen Ort aufsuchen, wo man hingeht, wenn man einfach abschalten möchte. Für Zeyneb ist das der Hortensienbusch im Garten, doch selbst da scheint sie keine Ruhe zu finden. Vor allem nicht, wenn plötzlich eine SMS von ihrer Freundin Kelly kommt: Ihr Schwarm wird morgen auch auf der Grill-Party sein. Panik! In ihrem Bauch machen sich Schmetterlinge breit, doch in ihrem Kopf gibt es so viele Gedanken – oder ist es umgekehrt?

 

Einfühlsam erzählt „Kopfgefühl und Bauchzerbrechen“ über das Gefühlswirrwarr eines Teenagers zwischen zwei Kulturen. Hier ein kleiner Auszug aus dem Text:

 

Ich frage mich, warum andere Leute so ein friedliches Leben haben, das wie ein großer, breiter Fluss dahinströmt. Mein Leben ist voller Stromschnellen und Wasserfälle und Krokodile und Haie. Okay, ich weiß, dass Haie nicht wirklich in Flüssen herumschwimmen. Aber es fühlt sich so an - als wäre ich überall von schwimmenden Hindernissen umgeben und müsste mein Leben lang versuchen auszuweichen.

Mein Haiproblem Nummer 1: Meine Mum will mir ein Kopftuch kaufen. Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, ob ich eins tragen will oder nicht. Ich habe noch nie darüber nachgedacht. Aber gestern habe ich zum ersten Mal meine Periode bekommen, was mich offiziell zur Frau macht – jedenfalls in Mums Augen. Als ich es ihr gesagt habe, hat sie losgekreischt und mich umarmt, und dann ist sie zum Telefon gestürzt und hat alle angerufen, die in ihrem Adressbuch stehen. Es war so peinlich, dass ich fast in Ohnmacht gefallen wäre. So was Bescheuertes - als hätte ich an einem einzigen Tag den Nobelpreis bekommen und den ganzen Ärmelkanal durchquert. Als sie es endlich geschafft hatte, sich vom Telefon loszureißen, kam sie zu mir heraus und bot mir ein Glas Tee an.

„Wenn wir morgen einkaufen gehen“, sagte sie, „dann möchte ich, dass du … also du darfst dir dein erstes Kopftuch aussuchen.“

Ist es da ein Wunder, wenn ich von Wasserfällen und Stromschnellen und Haien und Krokodilen in meinem Leben rede?

Neugierig geworden? Hier geht’s zur Leseprobe.