Baron Malte über seine gemeinsame Ninja-Recherchereise in Japan mit Miyuki Tsuji
Diesen Jungen haben wir in den Toei-Studios in Kyoto getroffen. Miyuki und ich sahen uns an, und ohne ein Wort zu sprechen, waren wir uns sofort einig: Das ist Daisuke! Leider haben wir es versäumt, seine Adresse zu erfragen – was wohl aus ihm geworden ist?
In den Toei-Filmstudios kann man die Kulissen von einigen der bekanntesten Samurai-Filmklassikern besichtigen. Es wird dort immer noch gedreht, hauptsächlich ist das Gelände heute jedoch ein Vergnügungspark.
Die Szene des Ninja-Films, den Ben und Jonas im zweiten Kapitel anschauen, hätte durchaus hier gedreht worden sein können!
Wir waren unterwegs in Koga, als Miyuki plötzlich sagte: »In genau so einem Haus könnten Natsumi und Ihre Mutter wohnen.«
Ich hab gleich einige Fotos gemacht, und jetzt wohnen die Momochis tatsächlich in GENAU DIESEM Haus!
Die Straße in der sich Daisuke in Kapitel 7 versteckt, befindet sich übrigens tatsächlich direkt gegenüber dieses Hauses.
Herr Tamiya ist der Vater einer guten Freundin von Miyuki, die wir in der Präfektur Nagano besuchten. Ein ausgezeichneter Shakuhachi-Spieler! Eigentlich ist er Genzo äußerlich gar nicht so ähnlich, aber auf diesem Bild blitzt viel von der Verschmitztheit des Ninja-Meisters bei ihm durch.
Wer mich viel mehr zu der Figur des Meisters inspiriert hat, ist eigentlich Miyukis Vater...
Das öffentliche Verkehrsnetz in Japan ist sehr gut ausgebaut. Trotzdem war ich froh, dass ich Miyuki als Führerin hatte. So konnte ich mich auf die vielen Eindrücke konzentrieren, ohne allzu genau auf den Weg achten zu müssen. Nur an einem Tag war ich allein mit der Bahn unterwegs und prompt habe ich mich verfahren.
Auch auf dem Kansai-Airport wäre ich sicher nicht so einfach durchgekommen.
Schon ein exklusiver Blick, den die Herren der japanischen Burgen auf ihre Ländereien hatten! Die Burg Ueno-jo wurde nach der Blütezeit der Ninja gebaut, ihr Vorgänger wurde im Zuge einer Vergeltungsaktion dem Erdboden gleichgemacht. Sie hat den höchsten Steinwall aller japanischen Burgen.
Es machte etwas schwermütig, dieses Haus, dessen letzter Erbe vor ca. 20 Jahren gestorben war, verfallen zu sehen. Miyuki wäre am liebsten sofort eingezogen.