Der Clan der Otori
Die Hauptpersonen
Tomasu/Takeo: Tomasu ist in einem kleinen Bergdorf bei den Verborgenen
aufgewachsen, die abseits von den Auseinandersetzungen zwischen den Clans leben. Doch eines Tages
wird das Dorf zerstört und seine Bewohner grausam ermordet. Ein Fremder rettet Tomasu und nimmt ihn
bei sich auf: Lord Otori Shigeru. Um ihn zu schützen, gibt Shigeru ihm einen neuen Namen: Takeo.
Takeo schwört, sein Leben für die Otori zu geben und gerät in Lügen und Intrigen ...
Otori Shigeru: Shigeru ist der legitime Erbe seines Clans und nimmt Takeo in
seinem Haus in Hagi auf. Er ist ein angesehener Lord, der in den vom Clan der Tohan regierten
Ländereien und Städten des Mittleren Landes, die früher den Otori gehörten, immer noch sehr verehrt
wird. Sein Bruder wurde von den Tohan getötet, sein Vater starb in der Schlacht von Yaegahara. Eine
heimliche Liebschaft verbindet Shigeru mit Lady Maruyama und er verspricht ihr, nur sie zu heiraten
und sie immer zu lieben ...
Shirakawa Kaede: Kaede ist die älteste Tochter der adeligen Familie Shirakawa. Sie
wurde mit sieben Jahren als Geisel zur Noguchi-Familie geschickt, die Alliierte der Tohan sind.
Dort wird Kaede nicht standesgemäß erzogen, sie lebt bei der Dienerschaft und wächst mit einem
tiefen Gefühl von Ungerechtigkeit auf. Ihre außergewöhnliche Schönheit und ihre Rolle als Pfand in
den Fehden der Clans setzen sie großen Gefahren aus.
Maruyama Naomi: Lady Maruyama gehört dem Seishuu-Clan an. Sie ist Herrscherin über die Domäne Maruyama, der einzigen Domäne, in der über die weibliche Linie vererbt wird. Von zwei Kindern hat sie ihren Sohn verloren, nur ihre Tochter ist ihr geblieben. Lady Maruyama ist die Geliebte von Lord Otori Shigeru und verfolgt wie er das Ziel, Iida zu entmachten und die Tohan zu stürzen.
Iida Sadamu: Iida Sadamu ist der Anführer der Tohan und lebt in der Hauptstadt Inuyama. Obwohl die Heirat zwischen Lord Otori Shigeru und Kaede arrangiert ist, ist er in das schöne Mädchen verliebt und will sie besitzen. Seine Grausamkeit ist grenzenlos, er foltert und massakriert die religiöse Gruppe der Verborgenen. In den von den Tohan regierten Städten patrouillieren seine Truppen und die Bevölkerung lebt in Angst.
Muto Kenji: Kenji ist das Oberhaupt der Mutofamilie, die zum Stamm gehört. Der Mutomeister ist durch frühere Erlebnisse in der Schlacht von Yaegahara eng mit Lord Shigeru verbunden und er übernimmt es auch, Takeo in den dunklen Künsten des Stammes zu unterrichten.
Arai Daiichi: Lord Arai ist der Anführer des Araiclans, dessen Residenz in Kumamoto, im Land der Seishuu, liegt. Nach dem Sturz von Iida Sadamu und dem Fall von Inuyama beherrscht Arai den größten Teil der Drei Länder. Er strebt ein Bündnis mit Takeo an, um gemeinsam gegen die unrechtmäßigen Oberhäupter des Otoriclans, Otori Shoichi und Otori Masahiro, zu Felde zu ziehen und deren Residenz in Hagi anzugreifen. Seit vielen Jahren ist Lord Arai durch eine geheime Liebschaft eng mit Shizuka verbunden, einer Angehörigen des Stamms. Aus dieser Verbindung sind zwei Söhne hervorgegangen.
Makoto: Kubo Makoto ist Mönch im Kloster Terayama und wird zu Takeos wichtigstem Vertrauten und engstem Freund. Nur Takeos Liebe zu Kaede steht zwischen den beiden Männern.
Als Angehöriger einer Kriegerfamilie hat Makoto eine umfassende Ausbildung genossen und Takeo lernt viel von ihm - über den Ehrenkodex der Kriegerklasse und die Kriegsführung. Makoto und der Abt des Klosters, Matsuda Shingen, sehen in Takeo den rechtmäßigen Erben des Otoriclans und unterstützen ihn bei der Durchsetzung seiner Ansprüche.
Shizuka: Muto Shizuka ist die Nichte des Mutomeisters Kenji. Sie wird Kaedes Dienstmädchen im Schloss Noguchi. In vielen gefahrvollen Situationen erweist sie sich als treue Gefährtin. Gleichzeitig arbeitet sie als Spionin für den Stamm und für Arai, mit dem sie ein Verhältnis hat. Als Arai sich von ihr verraten glaubt, geraten Shizuka und ihre beiden Söhne in große Gefahr.
Lian Hearn über ihre Bücher:
Weder der Schauplatz noch das Zeitalter sollen mit einer wahren historischen Epoche übereinstimmen, obwohl Anklänge an viele japanische Sitten und Traditionen zu finden sind und Landschaft und Jahreszeiten den japanischen entsprechen.
Puristen vergeben mir hoffentlich die Freiheiten, die ich mir genommen habe. Meine einzige Entschuldigung ist, dass es sich hier um ein Werk der Phantasie handelt.
Lian Hearn

















