For Ladies Only

Leserinnen willkommen!
 

Die Antwort, warum es Graphic Novels für Frauen braucht, ist ganz einfach: Frauen stehen gar nicht auf Superhelden und krude Zeichnungen!
Mit den Graphic Novels hat sich das inhaltliche und gestalterische Spektrum der Bildergeschichten so breit entwickelt, dass sich auch Frauen dafür interessieren.
Carlsens Graphic Novels für Frauen bieten freche und intelligente Unterhaltung von Glamour über Humor bis hin zu sozialen Themen. Auch die modernen Illustrationen stehen unter einem weiblichen Stern und sind so verspielt und stylish, dass man sich jede einzelne Seite am liebsten gerahmt an die Wand hängen möchte.
 
Und schließlich sind sie so gemacht, wie es selbst im Carlsen Verlag erst mal die Frauen haben wollten: Die Bücher passen in jede Handtasche, haben einen praktischen Gummibandverschluss UND fühlen sich gut an!

Zu den Hintergründen der Kampagne "Graphic Novel für Frauen" findet Ihr auf www.graphic-novel.info ein interessantes Interview mit dem Graphic Novel-Programmleiter Ralf Keiser!

 

Luft und Liebe

In dieser Graphic Novel für Frauen geht es um das Thema Magersucht. Der Autor Hubert und die Künstlerin Marie Caillou sind nie belehrend, sondern sie versuchen, nachzuempfinden wie ihre Protagonisten fühlen. Das vermittelt Marie Caillou in ihren wunderschönen, androgynen Illustrationen, die zum Lesen und damit zur Auseinandersetzung mit dem Thema verführen.
Es lohnt sich, mehr von Marie Caillous Zeichnungen, supersüßen Animationen und Designs (u.a. für einen japanischen Kimono-Hersteller) zu entdecken: www.mariecaillou.fr

 

Paris

Paris, die Stadt der Liebe und Zentrum der Modewelt. Hier spielt diese europäische Variante von "Sex and The City". In seinen stylischen Zeichnungen huldigt der belgische Grafiker Maarten Vande Wiele ganz ehrlich der Welt der Mode. Aber in der Geschichte zeigt er auch die dunkle Seite des Glamour…

Mehr zu "Paris" vom Übersetzer Rolf Erdorf, der mit diesem Buch erstmals eine Graphic Novel übersetzt hat und zum Fan dieses Buches geworden ist findest Du im Tab "Der Übersetzer von "Paris"".

 

Ich wär' so gerne Ethnologin...

Margaux Motins Humor ist umwerfend! Sie erzählt aus ihrem Leben als Mittdreissigerin, selbstständige Illustratorin, Mutter, Tochter… und Schuhsammlerin.  Man muss all das nicht sein, um Ihre Geschichten und Witze zu lieben – aber es hilft sehr, eine Frau zu sein. Jedes einzelne Bild ist schön und cool und jede Geschichte so lebendig gezeichnet, dass man sie sofort an alle Freundinnen weitermailen will.
Der Blog mit dem Margaux Motin berühmt wurde: http://margauxmotin.typepad.fr
Auch wenn du kein Französisch kannst, lohnt es sich, die echte Margaux Motin in diesem Videoblog zu sehen.

Am 25.10.2012 starteten unsere Ladies-Nights in diversen Thalia-Filialen in ganz Deutschland! Inklusive Lesung, stimmungsvoller Musik, Snacks und einem Face-Styling und Foto-Shooting!

Am 8. November fand die zweite Ladies Night bei Thalia in Kassel statt. Gelesen wurde aus unserer Graphic Novel "Special for Ladies Edition".
Über 80 Frauen verfolgten abends in der geschlossenen Buchhandlung eine wunderbare Lesung und Bildershow, vorgetragen von Schauspielerin Christiane Filla.
Abgerundet wurde der Abend durch leckere Snacks und Getränke, Musik und Facestyling mit drei tollen Stylistinnen von Douglas.

Auch die dritte Ladies Night in Hamburg am 22. November war ein voller Erfolg!
Bei der ausverkauften Veranstaltung las Schauspielerin Christiane Filla erneut aus unserer "Graphic Novel für Frauen"-Serie in einer Thalia-Filiale.
Auch dieses Mal erwartete die Frauen neben der Lesung leckeres Essen und Sekt, ein Facestyling und tolle Goodiebags von Isadora sowie Fotoshootings und Gutscheine von Studioline.

"Paris"

Ein Interview der Carlsen Comics Mitarbeiterin Sabrina Rohde mit Rolf Erdorf, dem Übersetzer dieser Graphic Novel.
 
Sabrina Rohde: Herr Erdorf, PARIS war Ihre erste Comic-Übersetzung. Wie sind Sie dieses ungewöhnliche Projekt angegangen?
 
Rolf Erdorf: Mit viel Neugier und großem Respekt. Ich erinnere dabei gern an die 2005 verstorbene  Mickymaus- Übersetzerin Erika Fuchs, die meinte, als Comic-Übersetzerin könne man nicht gebildet genug sein.
 
Sabrina Rohde: Was war für Sie die besondere Herausforderung?
 
Rolf Erdorf: Das Funktionieren der Textsorte Comic zu begreifen. Noch mehr als bei anderen Texten ist hier besonders das wichtig, was nicht gesagt wird, aber dennoch mitschwingt – zwischen den Zeilen oder auch zwischen Zeichnung und Text. Das faustdick vorhandene Ungesagte. Und natürlich der Rhythmus, der von den Bildern vorgegebene Duktus. Kurz: Die spezielle Anmutung des Textes, der ja großenteils aus knappen Dialogen besteht und sich den Bildern unterordnen, diesen aber dennoch ebenbürtig sein muss. Und dabei noch in die Sprechblasen passen!
 
Sabrina Rohde: Hope, Faith und Chastity tun so ziemlich alles, um ihre Träume erfüllt zu sehen, und Maarten Vande Wiele zeigt dies ziemlich explizit. Ein Problem für Sie?
 
Rolf Erdorf: Nein, gar nicht, im Gegenteil. Die Bild- und Textautoren von PARIS sind Nachfahren von Hieronymus Bosch und Pieter Brueghel – und zeigen wie diese Ungeheuerliches, ohne dabei zynisch zu sein. Der Zustand der Welt ist nicht nur Bosch und Brueghel, sondern auch Maarten Vande Wiele, Erica Raven und Peter Moerenhout ein aufrichtiges Anliegen. Dabei geht es um deutlich mehr als bloß eine moderne Vanitas-Darstellung. PARIS ist auch eine Liebeserklärung an die Modewelt und die Leute, aus denen sie besteht.
 
Sabrina Rohde: Während der Bearbeitung haben Sie von der Vielschichtigkeit der Darstellung gesprochen. Würden Sie uns dies vielleicht kurz erläutern?
 
Rolf Erdorf:  Ja, es gibt diese Seifenopern-Oberfläche, das Verwursten sämtlicher Klischees, das Genüsslich-Alberne, den Anschein, an den Protagonisten perlten auch die schlimmsten Erlebnisse so comicfilmmäßig ab wie an Tom und Jerry. Das muss man erhalten und wertschätzen. Aber da ist noch mehr. Denken  Sie nur die Namen der drei Protagonistinnen: Hope, Faith und Chastity. Das sind drei christliche Kardinaltugenden:  Hoffnung, Glaube und Keuschheit. Hope ist diejenige, die immer ganz schnell am Anschlag ist und gewalttätig wird – also eigentlich verzweifelt handelt. Faith glaubt an nichts außer an sich selbst – und ihre Wahrsagerin: Aberglaube für Ungläubige. Und Chastity zuletzt ist das von ihrer Mutter sexuell missbrauchte Mädchen, das alles mit sich machen lässt und alles mit anderen macht – ein traumatisiertes Monster, lebensgefährlich wie eine noch nicht entschärfte Bombe aus dem letzten Krieg. Die Namen der Drei sind wie eine Erinnerung an Jesaja 43, 1-2: “Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Denn so du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht sollen ersäufen; und so du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen.“ Wenn man das nicht als Behauptung liest, sondern als Beschreibung menschlicher Sehnsucht, kommt man  der Sache schon sehr nahe. Diese Parteinahme für die Protagonisten zeigt sich auch in dem liebevollen Strich, mit dem besonders die nackten Körper gezeichnet sind. Das sorgt auch dafür, dass keine auch noch so explizite Darstellung zur Pornografie verkommt. Das wirklich Besondere daran: Zeichnungen und Texte schaffen das nicht durch Abgrenzung, sondern im Gegenteil durch Hinwendung. Womit wir wieder bei Bosch und Brueghel wären: alte Vanitas-Darstellungen (sie erleben ihren Höhepunkt im Barock) leben normalerweise von der Abgrenzung gegenüber weltlicher Nichtigkeit und Eitelkeit. Bosch und Brueghel zeigen das ebenfalls,  sind dabei aber ihrem Gegenstand (den Menschen, der Welt) auch zugewandt. Besonders Bruegel verlässt dabei zunehmend die Perspektive “von oben herab” und geht auf Augenhöhe, wird mitfühlend. Auch PARIS atmet diese Liebe – der Zeichenstrich, die Unterzeilen als ernst gemeinte Verbeugung vor den Modeschöpfern, oder Faiths Liedtexte, die die anonymen Sexszenen im Swingerclub begleiten: Floating through a veil of darkness / Nobody knows what name you bare / No desires to suppress / Nobody knows who or what you are // Is this seduction or sincerity baby? / Do you want to hold my hand or lick my flesh? / Is this desire or affection honey? / It’s way too late to stop this now I guess. Das ist keine sich abgrenzende spätbarocke Vanitas-Darstellung, sondern Zuwendung, keine Ablehnung von Sexualität und Ekstase, aber doch auch eine Erinnerung an Anderes: Do you want to hold my hand or lick my flesh? Worum geht es mir: Desire or affection? Und bin ich imstande, beides zu unterscheiden? Kann ich meine Bedürfnisse ausleben, ohne meine Bedürftigkeit zu kennen? Himmel oder Hölle: Nobody knows the name you bare oder Ich habe dich bei deinem Namen gerufen? Die Frage scheint mir eher zu sein, ob es einen Himmel ohne Hölle geben kann. Das Großartige an diesem Comic ist, dass all diese Ebenen – zynische Oberfläche und humanistische Tiefe – nebeneinander bestehen und sich gegenseitig nicht beeinträchtigen. Dem gesamten Leben die Ehre zu geben und nicht nur den akzeptierten Ausschnitten desselben, das scheint mir das gelungen umgesetzte Anliegen von PARIS zu sein. Erika Fuchs musste die tieferen Ebenen noch in ihre Donald-Duck- und Mickymaus-Übersetzungen hineinschmuggeln, was ihr großartig gelungen ist. Bei PARIS dagegen bedurfte es keiner Hinzufügungen. Belgien – ich weiß nicht, ob Sie das wussten – ist ja auch beides: ein Schlachtfeld (von Waterloo bis Ypern) und zugleich das Herz Europas. Für Nicht-Belgier meist ein weißer Fleck. Kein geordnetes Land, sondern ein Zustand. Wie das Leben. Wie PARIS. Vielleicht können also gerade Belgier es uns näherbringen, unser uns unbekanntes Herz.   
 
Sabrina Rohde: Lesen Sie auch privat Comics? Und wenn ja, welche am liebsten?
 
Rolf Erdorf: Früher ja, heute weniger. Als Kind neben Donald Duck und Mickymaus auch Fix und Foxi, Tibor und Rittergeschichten wie Falk und Sigurd. Als Student dann holländische Comics wie De familie Doorzon von Gerrit de Jager und natürlich belgische Strips wie Suske en Wiske von Willy Vandersteen sowie Tintin (Tim und Struppi) von Hergé. In meiner Berliner Zeit Das schwarze Imperium von Gerhard Seyfried, sowie Asterix und Isnogud, die Ralf-König-Comics und dann eine Weile nichts mehr, aber das könnte sich bald wieder ändern...
 

Rolf Erdorf studierte Romanistik, Germanistik und Niederländische Philologie in Bonn, Köln und Berlin. Seit 1989 ist er hauptberuflicher Übersetzer Niederländisch-Deutsch mit den Schwerpunkten Kinder- und Jugendliteratur sowie Kunst- und Kulturgeschichte. Ausgezeichnet wurde er u. a. 2005 mit dem Martinus Nijhoff Prijs für sein Gesamtwerk, 2006 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Wie schön weiß ich bin von Dolf Verroen.

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Die zweite Ladies Night bei Thalia (Kassel)
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Die zweite Ladies Night bei Thalia (Kassel)
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Die zweite Ladies Night bei Thalia (Kassel)
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Die zweite Ladies Night bei Thalia (Kassel)
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Die zweite Ladies Night bei Thalia (Kassel)
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Die zweite Ladies Night bei Thalia (Kassel)
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Die zweite Ladies Night bei Thalia (Kassel)
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Die zweite Ladies Night bei Thalia (Kassel)
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Die zweite Ladies Night bei Thalia (Kassel)
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Die zweite Ladies Night bei Thalia (Kassel)
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Die dritte Ladies Night bei Thalia (Hamburg)
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Die dritte Ladies Night bei Thalia (Hamburg)
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Die dritte Ladies Night bei Thalia (Hamburg)
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Die dritte Ladies Night bei Thalia (Hamburg)
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Die dritte Ladies Night bei Thalia (Hamburg)
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Die dritte Ladies Night bei Thalia (Hamburg)
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Die dritte Ladies Night bei Thalia (Hamburg)

Graphic Novels für Frauen

Luft und Liebe

Metropolis-Bericht über "Luft und Liebe"

In der Arte-Sendung "Metropolis" gab es einen spannenden Bericht zur Graphic Novel "Luft und Liebe".
Auf www.arte.tv kannst Du den Beitrag lesen oder das Video anschauen.

Sieh Dir hier die Rezensionen von Pinselfisch zu den "Special for Ladies" Graphic Novels an!